Landtagsabgeordnete Inge Aures zu möglichem VGN-Beitritt: „Es wird Zeit, dass sich was tut!“

18. Dezember 2018

In den letzten Monaten zeichnete es sich bereits ab, jetzt nimmt er konkrete Formen an: der Beitritt der Landkreise Kulmbach, Hof, Wunsiedel, Kronach und eventuell auch Coburg zum Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN).

Nachdem jetzt der Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner ankündigte, dass es ab dem Jahr 2019 womöglich ein neues Förderprogramm des Freistaats Bayern geben wird, das Regionen finanziell unter die Arme greift, die von der Metropolregion Nürnberg weiter weg liegen, meldet sich erneut Landtagsabgeordnete Inge Aures zu Wort.

„Eigentlich wird es langsam mal höchste Zeit, dass sich in dieser Sache etwas tut“, so MdL Inge Aures. Allerdings stößt ihr schon etwas sauer auf, das sich jetzt diejenigen in den Vordergrund stellen, die jahrelang geschwiegen haben.

Um bei den Fakten zu bleiben, legt Aures eine chronologische Abfolge der Ereignisse dar. „Bereits vor über 12 Jahren, im März 2006, hat die SPD-Kreistagsfraktion in Kulmbach einen Antrag für eine Anbindung des Landkreises an den VGN gestellt. Das war der erste Schritt.“

Aures bestreitet nicht, dass das Thema in mehreren Gremiensitzungen des Landkreises Kulmbach auch behandelt wurde. „Ein Beitritt scheiterte jedoch an den zu hohen Beitrittsentgelten, die der Landkreis Kulmbach alleine nicht aufbringen konnte.“

Nachdem Inge Aures im Mai 2015 gemeinsam mit dem Trebgaster Bürgermeister Werner Diersch bei der VGN-Geschäftsführung in Nürnberg über Beitrittsvoraussetzungen des Landkreises Kulmbach sprach, wandte sie sich dann im Mai 2017 an den damaligen Finanzminister Markus Söder. „Mir war klar, dass ein Beitritt allein mit Mitteln des Landkreises nicht zu schultern war. Daher bat ich den Finanzminister um Prüfung, ob der Freistaat Bayern für einen VGN-Beitritt der Landkreise Kulmbach, Wunsiedel und Hof Infrastrukturbeihilfen leisten kann.

„Ich musste mehr als sieben Monate auf eine Antwort warten. Dann schrieb mir der damalige Staatssekretär Albert Füracker. Auf meinen Vorschlag einer finanziellen Unterstützung ging er mit keinem Wort ein“, so Aures.

Abschließend stellt die Landtagsabgeordnete fest: „Die neue Staatsregierung hat sich die Förderung des ÖPNV auf die Fahnen geschrieben. Jetzt muss endlich auch einmal etwas geschehen. Vor eineinhalb Jahren wurde ich mit meiner Forderung nach Finanzbeihilfen noch abgewiesen, jetzt ist die Erkenntnis vorhanden, dass es ohne Unterstützung des Freistaats Bayern nicht geht.“